Flüchtlingshilfe Fürth

Jetzt neu mit vielen Informationen für die Flüchtlinge in Fürth! --> Infos für Flüchtlinge
 

Seit über zwei Jahren gibt es diese Seite. An dieser Stelle war bisher eine kurze Zusammenfassung über die "Fürther Flüchtlingshilfe". Wer noch nicht weiß, wer wir sind, kann das jetzt unter "Über uns" nachlesen.

Stattdessen möchten wir versuchen, an dieser Stelle über die aktuelle Entwicklung in Fürth zu berichten.

Zunächst Mal gibt es ein einschneidendes Ereignis: die Notunterkunft Möbel-Höffner schließt Ende März. Mit dieser Unterkunft begann vor 2 1/2 Jahren die Fürther Flüchtlingshilfe.

Claudia Ziob hat dazu einen bewegenden Nachruf in den Fürther Nachrichten geschrieben.

In zwei ausführlichen Bilderstrecken wird nochmals an die vergangenen Jahre erinnert, auch kommen einige der Ehrenamtlichen zu Wort, die die Flüchtlinge in dieser Zeit im Höffner begleitet haben.

 
 

Koffer gepackt.
Nach der Erstversorgung von Zehntausenden von Flüchtlingen mit Kleidung schließt die Kleiderkammer im Höffner die Pforten. Weiterhin können aber in der Kleiderkammer Süd Spenden abgegeben werden.


Flüchtlingshilfe Fürth nach Möbel Höffner

von der Flüchtlingsersthilfe zur Integration

Schon im Laufe des letzten Jahres begann eine Verlagerung sowohl der Flüchtlinge als auch der Aktivitäten vom Höffner in die Gemeinschaftsunterkünfte, die heute quasi abgeschlosen ist. Nach wie vor gibt es viele Ehrenamtliche, die sich für die in Fürth verweilenden Flüchtlingen einsetzen.

Dabei müssen wir versuchen, mit der Entwicklung Schritt zu halten. Während vor einem Jahr das Hauptproblem war, dass die Erstaufnahmeeinheiten aus allen Nähten platzten und die Flüchtlinge erst einmal "erstversorgt" werden mussten. kommen in diesen Monaten nur noch wenige neue Flüchtlinge in Fürth an. Dafür ist die Zahl derer gestiegen, die für vermutlich für die nächsten Jahre in Fürth bleiben werden, weil sie in ihren Verhandlungen einen Flüchtlingsschutz erhalten haben, der ihnen einen Aufenthalt in Deutschland für die kommenden Jahre gestattet. Oder sie zumindest geduldet werden, weil sie in ihrer Heimat ihres Lebens nicht sicher sind.

Diese Flüchtlinge haben heute andere Bedürfnisse, als einfach nur vor Krieg oder Verfolgung gerettet zu sein, und dabei würden wir ihnen gerne helfen. Andernorts spricht man an dieser Stelle von dem Zauberwort "Integration".
Deutlich mehr als vorher werden dabei indidividuelle Hilfen benötigt.
Es geht um Dinge wie:

An vielen Stellen können die Freiwilligen nur helfen, die Geflüchteten in das bestehende System einzugliedern. Das Fürther Schulamt hat gute Arbeit darin geleistet, den Großteil aller Flüchtlingskinder in Übergangsklassen an den Schulen unterzubringen, aber wir können den Kindern bei den Hausaufgeben helfen. Die anerkannten Flüchtlinge müssen bei der Wohnungssuche unterstützt werden, der Kontakt zu interessierten Vermietern muss verbessert werden. Auch muss man sicherlich den ein oder anderen an der Hand nehmen und einen Beratungstermin beim Jobcenter organisieren. Schließlich gibt es dort zahlreiche Angebote, von denen viele nichts wissen.

Unter "Mitmachen" wird versucht, in einer neu gegliederten Aufstellung die Angebote zu benennen, mit denen wir auch heute das Leben der zu uns Geflüchteten verbessern können.

Der neue Menüpunkt "Infos für Flüchtlinge" versucht, den in Fürth verweilenden Flüchtlingen konkrete Hilfen für ihre jetzige Situation hier vor Ort anzubieten. Auch hier können Freiwillige hilfreich sein, den Flüchtlingen die teils komplexen Zusammenhänge zu erläutern, die sich nicht immer mit einfachstem deutschen Vokabular wiedergeben lassen.
 

Klarstellung

Uns ist es klar, dass es Stimmen gibt, die sagen, es gäbe auch genügend Deutsche, die Hilfe benötigen. In keinster Weise wollen wir dieser Aussage widersprechen. Nur haben wir eine Bitte an die, die uns daraus einen Vorwurf machen, dass wir den "Falschen" helfen: nicht erst seit gestern gibt es auch für diese "einheimischen" Personengruppen Projekte beim Freiwilligenzentrum oder den Wohlfahrtsverbänden, bei denen man sich engagieren kann. Macht doch einfach da mit, anstatt über unsere Arbeit zu lamentieren.
 

Politische Entwicklung in Deutschland

Unsere Flüchtlingsarbeit in Fürth ist eingerahmt von der Gesetzgebung der deutschen Politik. Deren Entwicklung ist im Laufe des letzten Jahres weit abgerückt von einem "wir schaffen das" hin zu einer weit restriktiveren Flüchtlingspolitik.
Während auf der einen Seite für anerkannte Flüchtlinge eine Pflicht besteht, einen Integrationskurs zu besuchen, werden auf der anderen Seite Arbeitsgenehmigungen beschränkt, Familiennachzug erschwert, Flüchtlinge in vermeintlich "sichere" Länder wie Afghanistan wieder abgeschoben. Bei Personen mit negativer Bleibeperspektive wurden sogar bestehende Arbeitserlaubnisse widerrufen.
In immer neuen Asylpaketen wird das Leben der Flüchtlinge in Deutschland weiter erschwert, und Bayern ist der Spitzenreiter darin, verschärfte Auflagen im Flüchtlingsbereich auch umzusetzen.

Diese Entwicklung ist natürlich wenig förderlich für das Engagement der vielen Ehrenamtlichen, die andererseits so hoch gelobt und für unverzichtbar erklärt werden. Längst hätten wir alle Flüchtlingsunterkünfte mit W-LAN versorgt, hätte nicht die bayrische Regierung einen Abzug von 36€ pro Flüchtling für diesen Fall angekündigt.


Der Anfang vom Ende der Integration junger Geflüchteter!?

Pressemitteilung zur Ausbildungssitiation vom 1. September 2017, von verschiedenen Organisationen:

http://www.vsj.de/fileadmin/Dateipool/Allgemein/Archiv/2017/
Pressegespraech_am_24.08.2017/Pressetext.pdf


Wie Asylgesetze und Behördenpraxis
ehrenamtliche Flüchtlingshilfe erschweren

Leider gibt es in der Deutschland neben den Verpflichtungen der Flüchtlinge zur Integration auch allerhand Hindernisse, die seitens der Behörden aufgebaut werden, um selbige Integration zu erschweren.
Bayern ist da ein unrühmlicher Vorreiter beim Aufbau dieser Hindernisse. Pro Asyl hat dazu aktuell einen guten Beitrag verfasst:
➔ zum Artikel

 Foto: UNHCR / Gordon Welters


Artikelserie der Nürnberger Zeitung über die Fürther Flüchtlingshilfe

Bei den Unterkünften wird noch immer aufgestockt (14.09.2016)

Alle unbegleiteten jungen Flüchtlinge besuchen die Schule (15.09.2016)

Integration auf breiter Basis (17.09.2016)


30.8.2016: Die Fürther Sozialreferentin Elisabeth Reichert im ZDF-Morgenmagazin zum Thema:

Schaffen wir das? Die Stadt Fürth zieht eine positive Bilanz ...


Frankenfernsehen, 11.8.2016

Flüchtlingssituation in Fürth: Helfer weiterhin im Dauereinsatz

Der große Flüchtlingsandrang in der Region ist in den vergangenen Wochen und Monaten weitestgehend abgeklungen. Trotzdem: die angekommenen Flüchtlinge müssen weiterhin betreut und versorgt werden ...
Link zur Sendung


12. bis 23. September 2016

Wanderausstellung „FLUCHTHELFER“ kommt nach Fürth
Freiwilliges Engagement für Flüchtlinge in unserer Region

Die Ausstellung „FLUCHTHELFER – Freiwilliges Engagement für Flüchtlinge in der Europäischen Metropolregion Nürnberg“ porträtiert – stellvertretend für viele Tausende – 15 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer aus der Metropolregion Nürnberg.

mehr ...


Am Dienstag, dem 12. Juli 2016 gastierte das EXPAT PHILHARMONIC ORCHESTRA
in der Fürther Stadthalle zu einem Benefizkonzert für die Fürther Flüchtlingshilfe.
Das EXPAT PHILHARMONIC ORCHESTRA vereint Flüchtlinge und Auswanderer aus 13 Nationen, vorwiegend aus dem arabischen Raum.

Die Zuschauer erlebten eine exzellente Aufführung von Beethovens Oper "Fidelio". Statt der gesprochenen Dialoge in der Oper gab es jedoch eingespielte Vdeosequenzen, die an das Leid in heutigen syrischen Gefängnissen erinnerten sowie an die "Halbmondlager", in denen während des Ersten Weltkriegs bis zu 16.000 "mohammedanische" Kriegsgefangene aus den Heeren Frankreichs und Englands für den "Dschihad" gegen ihre Heimatländer ausgebildet werden sollten.

Mehr im Artikel der Fürther Nachrichten.


Fürther Nachrichten, 22.05.2016: 2 Fürther Mädchen sammeln Geld für Flüchtlinge

http://www.nordbayern.de/region/fuerth/zwei-freundinnen-mit-einer-mission-1.5214525


ZDF-Dokumentation über eine syrische Flüchtlingsfamilie

Der Filmemacher Marcel Mettelsiefen begleitete das Leben einer syrischen Familie aus Aleppo von 2013 bis heute - sehenwert!

http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag/video/2728170/
Das-Schicksal-der-Kinder-von-Aleppo



15.4.2016: Die Fürther Sozialreferentin Elisabeth Reichert im ZDF-Morgenmagazin zum Thema:

Situation der Flüchtlinge in Fürth und neues Integrationsgesetz


Frankenfernsehen, 4.4.2016

Weniger Ankünfte und leere Betten

Die aktuelle Flüchtlingssituation in Mittelfranken: weniger Neuankömmlinge, aber die Hilfe von Freiwilligen ist nach wie vor nötig.
Link zur Sendung


Fürth hat eine eigene Asylothek

23.2.2016: Auch Fürth hat wie viele andere Städte jetzt eine Asylothek geschaffen.

mehr ... (in den Fürther Nachrichten)


Im P-Seminar "Interkulturelle Begegnungen" übernahmen Schüler des Gymnasiums Stein Patenschaften für Kinder von Flüchtlingsfamilien aus Fürth

In dem Seminar beschäftigen sich die zehn SchülerInnen der Q11 und ihre Seminarleiterin Frau Flasche mit dem derzeit sehr aktuellen Thema Flucht und Asyl. Dahinter steht vor allem der Wunsch, den Menschen praktisch helfen. Je zwei oder drei der Schüler betreuen eine Familie ...
mehr ...


26.10.2015
Flüchtlinge und Kriminalität
Claudia Ziob untersuchte für die Fürther Nachrichten, was an den Gerüchten über die Flüchtlingskriminalität in unserer Region dran ist.
--> hier geht´s zum Artikel


16.10.2015:
Die Kleiderkammer im Höffner, ihre Koordinatorin und die Stadtreferentin im ZDF-Morgenmagazin

---> zum ZDF-Podcast



10.10.2015: Flüchtlinge bedanken sich mit Blumen bei den Fürthern

--> Artikel in den Fürther Nachrichten


21.8.2015: Die Fürther Sozialreferentin Elisabeth Reichert im ZDF-Morgenmagazin:

Fürth als positives Beispiel der Willkommenskultur für Flüchtlinge.


Der "Stern" schrieb am 20.8.2015 über die Fürther Flüchtlingshilfe:

"Das Beispiel Fürth"

...zum Artikel


Gelungene Integration beim Metropolmarathon

Der Caritas Verband Fürth beteiligte sich an der Durchführung mit einem Team von ca. 50 in Fürth untergebrachten Flüchtlingen.
mehr ...


 

Broschüre "Willkommenskultur in Fürth"
 


Willkommenskultur in Fürth mit Leben füllen

Lasst uns etwas zusammen rücken!

Projekt ZUSAMMEN
Mahlzeiten, Kaffeetrinken oder andere Begegnungen zwischen Fürthern und Zugezogenen aus aller Welt.
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Broschüre zum Projekt ZUSAMMEN