Regelmäßiger Begegnungsnachmittag
im Gemeindesaal der Löhe-Kirche

Neues vom Begegnungsnachmittag (19. September)

„Wir brauchen noch ein paar Biertischgarnituren!“ war in den letzen Wochen immer wieder zu hören, wenn die Zahl der Besucher größer war als zunächst vermutet. Das schöne Sommerwetter machte es leicht unter großen Bäumen im Hof der Wilh.-Löhe-Kirche - zumindest was die Sitzplätze anbelangte - über einhundert (!) Gäste zu begrüßen.  Ja, die Zahl der wöchentlichen Besucher hat sich in den letzten Wochen stark erhöht, die Zahl der neu hinzugekommenen ehrenamtlichen Interessenten erfreulicherweise auch. Ob daraus dann im Lauf der Zeit regelmäßig mitarbeitende Ehrenamtliche werden, bleibt abzuwarten. Es gibt ja auch die Möglichkeit „nur“ zur Kommunikation mit den Flüchtlingen an den Treffen teil zu nehmen (dass für solche Teilnehmer hie und da eine kleine Aufgabe abfällt, ist selbstverständlich)

Was in den ersten Monaten ganz flexibel gehandhabt werden konnte – und auch funktionierte – braucht bei der derzeitigen Größe der Veranstaltung eine festere Struktur mit aufgeteilten Zuständigkeiten. Daran arbeiten wir gerade. Der Sinn ist, niemand in seinem Engagement zu überfordern, was ja zur Folge haben könnte, dass sich Mitarbeiter die sich überlastet fühlen, zurückziehen.

Das wäre sehr schade, denn unsere Besucher- auch wenn sie oft wechseln - kommen offensichtlich gerne. Dabei ist festzustellen, dass  die Herkunftsländer heute andere sind als vor einigen Monaten. So kommen kaum noch Leute aus dem Kosovo; dafür viele Iraker, Syrer, Iraner und Äthiopier. Dazwischen immer wieder Menschen, die ganz offensichtlich die einzigen aus ihrem Herkunftsland in der ZAE sind und sich entsprechend einsam fühlen.

Auch die (freiwillige) Andacht im Anschluß an den Begegnungsnachmittag hat sich von kleinen Anfängen zu einem von Muslimen und Christen gut besuchten Angebot entwickelt. 40 Besucher nehmen das Angebot für gewöhnlich wahr.

Auch wenn wir gerne Mitarbeiter mit – für uns – exotischen Sprachkenntnissen hätten, mit etwas Englisch, Stift und Papier klappt die Kommunikation meist doch und niemand geht unzufrieden zurück ins Camp.

ein Erlebnisbericht vom Mai

Natürlich hat am  Freitag am Ende wieder alles bestens geklappt. Für die rund vierzig Flüchtlinge/Asylsuchende aus dem Kosovo, Ukraine, Albanien, Irak usw. usw. war genügend Kaffee, Tee und Kuchen da. Auch an Gesprächspartnern - mit mehr oder weniger passenden Sprachkenntnissen -  mangelte es nicht.
Das alles überdeckte am Ende den "Anfangsschreck" der drei (!) ehrenamtlichen Mitarbeiter, die um 14.00 mit der Vorbereitung des Nachmittags begannen. Die bange Frage war: sind heute so viel mehr Ehrenamtliche verhindert als sonst? - und: wenn wir alleine bleiben, dann  wird's eng, denn eigentlich wollten wir um 14.30Uhr zu dritt zum "Höffner" um einzuladen. Das klappte dann doch, da noch einige Helferinnen kamen.
Die Werbung bei "Höffner" war nicht ganz so erfolgreich, wie wir gedacht hatten. Um den interessierten Flüchtlingen die Warterei an der Pforte (bis zum gemeinsamen Abmarsch) zu ersparen und die Gelegenheit zu geben, selbständig zum Gemeinde-haus zu gehen, druckten wir auf die Einladungen eine Skizze, die den Weg beschrieb. Wir wurden alle unsere Einladungen los, die Betroffenen nickten zustimmend - und waren verschwunden; allerdings nicht in Richtung Gemeindehaus! Schade!  Das Ergebnis: siehe oben. Schließlich waren wir „verwöhnt“ von den letzten beiden Treffen, an denen immerhin jeweils gut 70 Flüchtlinge teilnahmen.
 

Das seit zwei Wochen bestehende Angebot,  im Anschluss an das Treffen an einer kurzen Andacht in der Kirche teilzunehmen, traf bei einem Teil der Besucher - unabhängig von der Religionszugehörigkeit - auf positive Resonanz.

Am Ende bleibt der Wunsch, noch ein paar ehrenamtliche Mitarbeiter mehr zu haben, damit auch mal jemand ruhigen Gewissens zu Hause bleiben kann. Vielleicht haben SIE ja etwas Zeit übrig, oder wissen jemand, der nur darauf wartet, auf ein solches Engagement angesprochen zu werden. Wenn Sie weniger Zeit haben und „nur“ an dem Treffen mit Flüchtlingen interessiert sind, dann sind Sie um 15.00 Uhr herzlich willkommen.

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